Rückenschmerzen


Wenn das Kreuz Probleme macht…

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Rückenschmerzen sind daher auch der häufigste Grund für Krankschreibungen. Das Risiko für Rückenschmerzen steigt mit zunehmendem Alter aufgrund von Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule an. Die Ursachen für Rückenschmerzen sind sehr vielfältig. Neben mangelnder Bewegung und psychischer Belastung spielen auch Fehlhaltungen und -belastungen zu Hause und am Arbeitsplatz eine bedeutende Rolle.


  


26% zwischen 15 und 75 Jahren erkranken an chronischen Kreuzschmerzen1.

1 Statistik Austria 2019 (chronische Erkrankungen)



Ursachen

Akut oder chronisch?

Unterschieden werden akute, subakute und chronische Rückenschmerzen. Als akut gelten Rückenprobleme dann, wenn sie bis zu sechs Wochen anhalten. Wiederholte oder länger andauernde Rückenschmerzen bezeichnet man als subakut. Dauern Rückenschmerzen zwölf Wochen oder länger an, gelten sie als chronisch.
In allen Fällen gilt: Ihr Arzt hilft Ihnen weiter.


Diagnose

Spezifisch oder unspezifisch?

Die Mehrzahl der Betroffenen leidet an sogenannten unspezifischen Rückenschmerzen, das heißt, die Schmerzen lassen sich nicht eindeutig auf eine körperliche Erkrankung zurückführen. Sie entstehen vorwiegend durch Verspannungen, Verkürzungen oder Überdehnungen, Verhärtungen und Reizungen von Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien. Auch wenn unspezifische Rückenschmerzen lästig und schmerzhaft sind: In der Regel sind sie harmlos und verschwinden nach einigen Tagen wieder. Daher erfolgt die Behandlung auch eher symptomatisch, das heißt in Form von Schmerzlinderung, Verbesserung der Beweglichkeit und Kräftigung der Muskulatur.

Spezifische Rückenschmerzen hingegen haben einen bestimmten körperlichen Auslöser, zum Beispiel eine Skoliose (seitliche Verbiegung der Wirbelsäule) oder einen Bandscheibenvorfall. Häufige Ursachen sind Abnutzungserscheinungen, Verletzungen, Entzündungen oder aber auch bestimmte Erkrankungen.


Arten von unspezifischen Rückenschmerzen

Eine Rückenverspannung führt häufig zu einem Teufelskreis aus Schmerzen, Schonhaltungen, einseitigen Belastungen und neuen Rückenschmerzen. Besonders Fehlhaltungen durch lange Schreibtischarbeit, aber auch zu gering ausgebildete Rücken- und Bauchmuskeln oder psychischer Stress können Muskelverspannungen begünstigen.

Behandlung

  • Medikamentöse Therapie bei akuten Verspannungen z. B. mit Diclofenac oder Ibuprofen Tabletten oder Salben
  • Wärme: z. B. Wärmepflaster, durchblutungsfördernde Salben oder Infrarotlicht
  • Massagen
  • Bei länger anhaltenden Schmerzen: Krankengymnastik oder Osteopathie
  • Bewegung z. B. Yoga und spezielle Rückenübungen

 

Vorbeugung

 

Wenn es plötzlich in den Rücken "schießt"

Bei einem Hexenschuss (Lumbago, Lumbalgie) kommt es zu plötzlich auftretenden, sehr heftigen und stechenden Rückenschmerzen, meist im unteren Rücken im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Schmerzen sind so stark, dass sich Betroffene kaum bewegen und den Rücken strecken können. Bei einem Hexenschuss fühlt sich der Rücken "blockiert" an und es wird automatisch eine gebückte Schonhaltung eingenommen.

Ein Hexenschuss tritt meist aus heiterem Himmel bei alltäglichen Bewegungen auf, z. B. beim Bücken oder Aufstehen aus dem Bett. Auch eine ungünstige Körperhaltung oder eine ruckartige, abrupte (Dreh-)Bewegung können einen Hexenschuss auslösen.

 

Behandlung

  • Stufenbettlagerung zur Entlastung: für etwa 20 bis 30 Minuten mehrmals täglich mit rechtwinklig gebeugten Beinen in Seiten- oder Rückenlage auf eine ebene Unterlage liegen. Die Unterschenkel liegen bei Rückenlage auf einem Stuhl, Polster oder Gymnastikball.

  • Wärmeanwendung z. B. mit Heizkissen, Wärmflasche oder Vollbad

  • Medikamente gegen akute Schmerzen: Ibuprofen und Diclofenac wirken schmerzlindernd.

Allgemein gilt: Legen Sie nur kurz Ruhe und Schonung ein und bewegen Sie sich so bald wie möglich wieder. Durch die Bewegung können sich die Muskeln schneller wieder entspannen und der Rücken kann wieder gesund werden.

 


Auch wenn ein Hexenschuss bedrohlich wirkt: die starken Beschwerden halten meist nur ein oder zwei Tage an und verschwinden dann wieder. Ursache ist eine ausgeprägte Verspannung und Verkrampfung der Muskulatur, seltener sind Wirbelgelenke oder Bandscheiben beteiligt. Halten die Beschwerden jedoch an oder strahlt der Schmerz ins Bein aus mit Taubheitsgefühl und Lähmungserscheinungen, sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

Steifer Hals durch verkrampfte Muskulatur

Akute Nackenschmerzen sind weit verbreitet und entstehen meist durch eine verspannte und verkrampfte Halsmuskulatur.

Ursachen

Woher kommen Nackenschmerzen?

Häufigste Ursache ist eine Überlastung einer schwachen Muskulatur durch Fehlhaltungen, z. B. lange Bildschirmarbeit, die zu schmerzhaften Muskelverspannungen führt. Achten Sie auf ergonomisches Arbeiten, so sollte der Monitor auf Augenhöhe oder leicht darunter sein.
Weitere Ursachen für Nackenschmerzen können sein:

  • Verschleißerscheinungen der Halswirbelsäule, z. B. an den Wirbelgelenken oder Bandscheiben
  • Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose) oder Bandscheibenvorfall
  • Mikroverletzungen im Muskel- und Bindegewebe durch Unfall, z. B. Schleudertrauma

 

Behandlung

Welche Therapien bei Nackenschmerzen gibt es?

Meist verschwinden Nackenschmerzen nach wenigen Tagen von alleine wieder. Bei anhaltenden starken Schmerzen oder Lähmungserscheinungen an Armen und Händen sollte ärztliche Hilfe eingefordert werden.

  • leichte Bewegung, um Verspannungen zu lösen
  • Wärmeanwendungen z. B. Wärmekissen oder Wärmesalbe
  • Massagen
  • Schmerzmittel z. B. Ibuprofen oder Diclofenac

Wenn psychische Belastungen die Ursachen der Nackenschmerzen sind, können Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung angebracht sein.

 

Hinweis:
Dieser Artikel dient zu Ihrer allgemeinen Information. Stellen Sie bitte keinesfalls selbst eine Diagnose, sondern suchen Sie, wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben, eine Ärztin/einen Arzt auf. Anhand klinischer Erfahrungen kann sie/er die Symptome richtig einschätzen und gegebenenfalls weitere Schritte einleiten.




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Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

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